13.08.15

» the truth is a shard of ice.

Seit nun etwas mehr als einem Monat widme ich mich der Witcher-Saga (Andrzej Sapkowski), nachdem ich das Ende Mai 2015 erschienene dritte Spiel bereits 2 1/2 Mal durchgespielt habe. Die Reihe besteht aus folgenden Büchern, von denen ich die fett formatierten bereits beendet habe:

» Der letzte Wunsch
» Das Schwert der Vorhersehung

» Das Erbe der Elfen
» Feuertaufe
» Der Schwalbenturm
» Die Dame vom See

» Zeit des Sturms*

* Zur Hälfte - ich war einfach zu ungeduldigt, um den Beginn der eigentlichen Saga noch länger hinauszögern zu können bzw. zu wollen.:) Chronologisch ist ZdS im Übrigen zwischen DlW und DSdV einzuordnen.

Trotzdem fiel es mir nicht ganz leicht, das zweite Buch zu beenden, denn Sex, Vergewaltigung und die allgemeine Gewalt gegen und Unterdrückung von Frauen werden vor allem im zweiten Kurzgeschichtenband so oft erwähnt, dass ich ihn öfter zur Seite legen musste. Erdachte Welt hin oder her, Andrzej Sapkowskis Vorstellungen hin oder her - mir wurde so richtig bewusst, wie viele solcher Fantasywelten ich in Filmen, Serien und Büchern schon gesehen hatte und wie sehr es mich langweilig, dass ich ihnen immer noch wieder und wieder begegne (das aktuell beste Beispiel ist wohl die meiner Meinung nach oft fragwürdig umgesetzte HBO Serie Game of Thrones).

Auch einvernehmlicher Sex spielte bisher in fast jedem Buch eine recht auffällige Rolle, und zwar deswegen, weil sich die meisten weiblichen Charaktere sofort in Geralt verlieben oder aber zumindest mit ihm ins Bett wollen. Kann ich persönlich nicht nachvollziehen, da er nicht gerade durch Charakter besticht, zumindest nicht sofort. Ich neige dazu, sexlastige Passagen eher zu überfliegen als wirklich zu lesen, damit mir die Augen vor lauter Rollen nicht doch noch irgendwann im Hinterkopf festsitzen bleiben. Besonders aufgefallen sind mir außerdem die Metaphern, die Andrzej Sapkowski gerne zur Umschreibung anwendet und die mich das eine oder andere Mal innehalten ließen, sich mir deren (teilweise banale) Bedeutung nicht immer sofort erschloss. Gerade in Liebesszenen wurde die Sprache bisweilen so blumig, dass ich oft einfach lachen musste. :D

Ich bin wirklich gespannt, was mich in den letzten beiden Bänden der Reihe noch erwarten wird. Ich hoffe sehr auf noch ein bisschen mehr Informationen über Yennefer, meinem Lieblingscharakter und Grund, weshalb ich überhaupt angefangen habe, mich so intensiv mit der Hexerwelt zu befassen.

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